Dieter Wetzel: Mitgründer der Defi-Liga

Dieter Wetzel

Dieter Wetzel hat  1991 einen Defibrillator eingesetzt bekommen und fühlte sich von den Ärzten schlecht informiert.  Er hatte viele Fragen, auf die er allein keine Antwort fand.  Zusammen mit Dr. Klaus Hampel plante er eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Defibrillatoren, um sich und anderen zu helfen. Mithilfe einer Unterschriftenliste, die sie im UKM auslegten, suchten sie andere Betroffene. Schnell kamen um die 40 Personen zusammen. Sie vereinbarten, sich einmal im Monat zu treffen, um ihre Probleme und Ängste zu besprechen. 1992 erfolgte dann die Vereinsgründung der Selbsthilfegruppe „HERZ IN TAKT Defi-Liga e.V.". Seitdem hat sich an dem System der monatlichen Treffen nichts geändert. Wetzel liegt am Herzen, dass sich die Defi-Träger in der Gruppe weniger allein fühlen und gleichzeitig wichtige Informationen sammeln können. Er appelliert an die Betroffenen, aktiv zu werden und die teilweise schlechte Beratung durch die Ärzte nicht schicksalsergeben hin zu nehmen.

Prof. Dr. Lars Eckardt

Prof. Dr. Lars Eckardt
Prof. Dr. Lars Eckardt schaute mit seinem Sohn vorbei

Der Leiter der Abteilung Rhythmologie im Department für Kardiologie und Angiologie am UKM engagiert sich schon seit längerem für die Defi-Liga. „Die Zusammenarbeit mit dem UKM hat noch nie so gut funktioniert und das hängt eng mit Professor Eckardts Engagement zusammen“ lobte Klaus Hampel den Kardiologen. Eckardt sieht in der Defi-Liga einen großen Nutzen. Sie könne als Interessengemeinschaft viele Fragen beantworten, die im Patientengespräch in der Arztpraxis oder der Klinik zu kurz kämen. „Es tauchen unheimlich viele Fragen auf. Die Technik (der Defibrillatoren), so toll sie auch ist, ist einfach mit vielen Unsicherheiten verbunden und die können wunderbar in so einer Gemeinschaft beantwortet werden –  von Menschen, die Mitbetroffene sind oder die Angehörige haben, die betroffen sind.“

 

Texte, Fotos und Hörbeitrage von Lena Gilhaus