Quelle: Klinik Augustinum München. Nr. 05/2008, S. 2

 

Aktuelle Forschungsergebnisse belegen:SauerstoffsättigungMit dem Screening-Gerät erfasste Apnoe-Phasen (obere Kurve des Atemflusses) mit konsekutivem Abfall der Sauerstoffaufnahme (untere Kurve der O ² -Sättig Häufig kommt es bei schwerer Herzmuskelschwäche nachts zu zentral bedingten Atemstillständen – allerdings ohne die klassischen Beschwerden der obstruktiven Schlafapnoe wie schlechter Schlaf oder Tagesmüdigkeit. Um ausgeprägte zentrale Schlafapnoen bei schwerer Herzinsuffizienz zu erfassen, engagieren sich die Fachbereiche Kardiologie und Pneumologie gemeinsam. Eine Studie soll die Vorteile nächtlicher Beatmung bestätigen. Personen mit schwerer Herzmuskelschwäche, die trotz optimaler Medikation körperlich kaum belastbar sind, nehmen ein kleines tragbares Gerät mit nach Hause. Über eine Nasensonde misst es während des Schlafs den Atemfluss und per Fingersensor die arterielle Sauerstoffsättigung (siehe Abbildung).

Mit dem Screening-Gerät erfasste Apnoe-Phasen (obere Kurve des Atemflusses) mit konsekutivem Abfall der Sauerstoffaufnahme (untere Kurve der O²-Sättigung).

Legt die ambulante Untersuchung Atemstillstände im Sinne einer Cheyne-Stokeschen-Atmung mit Sauerstoff-Unterversorgung von Herz und anderen Organen nahe, kommen die Patienten in unser Schlaflabor. Dort sorgt eine Polysomnographie für Gewissheit. Falls sich die Diagnose erhärtet, bitten wir um ihre Teilnahme an der SERVE-HFStudie (www.controlled-trials.com/ISRCTN19572887).

Neben der bereits bestätigten Verbesserung der Herzinsuffizienz soll sie zeigen, dass eine nächtliche Beatmung in den Phasen des Atemstillstandes lebensverlängernd wirkt (adaptierte Servoventilation). Dabei wird immer dann, wenn der eigene Atemantrieb nachlässt oder ganz aussetzt, der Patient durch die Maske des AutoSet CS 2™-Gerätes von ResMed, deren Druck sich anpasst, unterstützt.

Das Ziel des Projektes ist es, die adaptierte Servoventilation als Therapiemethode gegen die schwere Herzinsuffizienz zu etablieren.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. med. Michael Block,
Chefarzt der Kardiologie
Klinik Augustinum München,
Wolkerweg 16, 81375 München
Telefon: 089/ 70 97-1154, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bei Rückfragen stehen Ihnen Dr. Markus Füller und Dr. Etienne Luciani zur Verfügung.

Autor:
Prof. Dr. med. Michael Block,
Chefarzt der Kardiologie, Klinik Augustinum München