Der Defi-Ausweis ist wie ein Arztbrief. Denn im Notfall können die Ärzte dem Ausweis wichtige Informationen entnehmen. Zunächst erfahren die Ärzte durch den Ausweis, dass der Patient überhaupt ein Defi-Träger ist und können die Behandlung daran anpassen. Außerdem gibt der Ausweis Infos über die genaue Erkrankung des Patienten.

Im Ausweis finden sich zudem weitere Angaben zum Patienten – wie die Adresse. Wenn der Patient während einer Rhythmusstörung nicht ansprechbar ist, wissen die Ärzte so, wie und wo sie die Angehörigen verständigen können. Ramtin wies die Teilnehmer deshalb daraufhin, beim Wechsel des Wohnortes immer sofort die Adresse im Defi-Ausweis zu aktualisieren.

Eine weitere Information, die Ärzte dem Ausweis entnehmen, ist der Hersteller des Geräts. Denn ob die Geräte von Herstellern wie Biotronik, Boston Scientific, St. Jude, Sorin oder Medtronic stammen, ist entscheidend. Der Arzt muss wissen, um welches Gerät es sich handelt, denn jedes Gerät hat eine eigene Programmierung und nur mit einem firmenspezifischen Programm können die Daten aus dem Gerät gelesen werden.  

Am Flughafen kann es für Defi-Träger außerdem ohne Defi-Ausweis zu Problemen kommen, denn Defi-Träger sollten nicht durch die Sicherheitsschleuse gehen. Um die Schleuse umgehen und per Hand abgetastet werden zu können, wird die Vorlage des Defi-Ausweises verlangt.

Also merken: Der Defi-Ausweis gehört für jeden Defi-Träger, wie der Personalausweis ins Portemonnaie.