Arbeitskreise der Tagung 2019

ingo boemmelsIngo BömmelsDiplom-Ingenieur Ingo Bömmels ist Sachgebietsleiter im Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Seit Jahren berät er die Unfallkassen und Berufsgenossenschaften zum Thema Elektromagnetische Felder (EMF) am Arbeitsplatz, hält Vorträge, führt Schulungen durch und ist an der Forschung sowie der Entwicklung von Regelwerken beteiligt. Außerdem führt er im Rahmen seiner Arbeit individuelle Bewertungen der Störbeeinflussung von aktiven Implantaten (HSM/ICD) gegenüber elektromagnetischen Feldern durch und bewertet, ob ein Beschäftigter mit einem Implantat an seinem Arbeitsplatz gefahrlos arbeiten kann. Mit Ingo Bömmels stand den Teilnehmer_innen des Arbeitskreises also ein erfahrener Experte Rede und Antwort zu all ihren Fragen. Der wichtigste Rat, den er ihnen mitgab, war: „Ein Arbeitsplatz mit elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldquellen ist nicht grundsätzlich gefährlich. Entscheidend ist, dass sowohl die Patienten als auch die Arbeitgeber die Gefahren kennen, um angemessen darauf reagieren zu können. Deshalb sollte ein Arbeitsplatz eines Implantatträgers bei der Wiedereingliederung individuell betrachtet werden.“

Der Defibrillator am Arbeitsplatz: Nicht jeder Arbeitsplatz mit elektromagnetischen Feldquellen ist gefährlich. Die tatsächlichen Gefahren und Gefahrenquellen sollten aber bekannt sein, deshalb, so Dipl.-Ing. Ingo Bömmels, sollte ein relevanter Arbeitsplatz individuell betrachtet werden.

Dipl. Psychologe Sebastian HermesDipl. Psychologe Sebastian HermesAuf dem Praxisschild von Dipl.-Psych. Sebastian Hermes steht „Psycholgischer Psychotherapeut“. Das klingt erst einmal doppelt gemoppelt – ist aber für Menschen, die nach einer psychologischen Behandlung suchen, eine wichtige Orientierungshilfe. Denn bei einem Psychologischen Psychotherapeuten können sie sich darauf verlassen, dass er Psychologie auch erfolgreich studiert hat. So, wie sie bei einem „ärztlichen Psychotherapeuten“ ein abgeschlossenes Medizinstudium voraussetzen können. Beide (Psychologische und Ärztliche Psychotherapeuten) müssen dann nach dem Studium noch eine mehrjährige Zusatzausbildung machen, um sich Psychotherapeut nennen zu dürfen. Denn diese beiden Berufsbezeichnungen sind – anders als die Bezeichnungen Therapeut, Praxis für Psychotherapie oder etwa Traumatherapeut – geschützte Bezeichnungen. Von seiner Expertise überzeugte Sebastian Hermes die Gäste der Defi-Tagung dann auch gleich durch seinen Vortrag. Hier ging er nicht nur auf die Wechselwirkungen zwischen Psyche und Körper ein, sondern brach auch eine Lanze für die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.

Dr. ZandtDr. Daniel ZandtVielen ist Dr. Daniel Zandt noch als Referent eines Gesprächskreises bekannt, in dem es um die Herzschwäche ging – oder Herzinsuffizienz, wie sie medizinisch heißt. Seit 2015 behandelt der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Notfall- und Sportmediziner in seiner eigenen Kardiologischen Facharztpraxis in Lengerich vor allem alle Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sowie der Gefäße. Weitere Schwerpunkte sind die Prävention und die Sportkardiologie. Auch zur Tagung war Dr. Zandt nach Münster gekommen, um mit den Patienten sowohl über diese Volkskrankheit zu sprechen, als auch über die Möglichkeiten der Prävention. Denn Patienten können selbst einiges tun, um ihre Situation zu verbessern. So entstand eine rege Gesprächsrunde, die nicht nur medizinisch aufklärte, sondern auch dazu ermutigte, selbst gegen die Herzschwäche aktiv zu werden.

Frau Ebert-HampelDr. Birgit Ebert HampelIm vergangenen Jahr gab es einen Arbeitskreis, der nicht nur äußerst gut besucht war, sondern der es auch „in sich“ hatte: Es ging um Nahtoderfahrungen, die auch bei einem Herzstillstand oder bei einem Schock durch Defibrillatoren auftreten können. Schon im letzten Jahr war klar, dass es unter den Tagungsgästen einige gab, die solche Erfahrungen gemacht haben. Deshalb wiederholte Dr. Birgit Ebert-Hampel 2019 ihr Angebot, mit den Gästen über das Thema zu sprechen. Wieder war der Arbeitskreis gut besucht und wieder sprachen die Teilnehmer_innen sehr offen über ihre Erfahrungen. So offen, zugewandt und berührend, dass wir hier nicht über die Details berichten – uns aber im Namen aller Teilnehmer_innen dafür bedanken möchten, dass sie diese tolle Möglichkeit des Erfahrungs-Austauschs wahrnehmen konnten.

Birgit BlumenscheinBirgit BlumenscheinAuch wenn es schwer ist, sollten herzkranke Menschen ihre Ernährung umstellen – denn die gute Nachricht ist: es hilft. Welche Essgewohnheiten sich auf das Herz auswirken, darüber sprach Birgit Blumenschein bei der diesjährigen Tagung mit den Teilnehmer_innen ihres Arbeitskreises. Wie im vergangenen Jahr, hatte sie dazu viele praktische Beispiele, Hinweise und Vorschläge dabei, mit denen sie engagiert, charmant und überzeugend für das herzgesunde Essen und Trinken warb.