In seinem Vortrag gab Dr. Reinke einen gut verständlichen Überblick über die derzeitigen Defibrillator-Systeme und mögliche Erweiterungen. Zunächst vermittelte er grundlegende Informationen rund um die verschiedenen Geräte und deren Einsatz. Besonders anschaulich erläuterte er die Unterschiede zwischen einem S-ICD und dem EV-ICD – einschließlich der jeweiligen Implantation (OP) und der unterschiedlichen Funktionen. 

Beim S-ICD (subkutanen ICD) liegen Gerät und Elektrode unter der Haut; das System dient vor allem dazu, lebensbedrohliche Rhythmusstörungen zu erkennen und mit einem Schock zu beenden. Der EV-ICD (extravaskuläre ICD) kommt ebenfalls ohne Elektroden in den Blutgefäßen aus, ist aber so platziert, dass er neben der Schocktherapie in bestimmten Fällen auch zusätzliche Pacing-/Schrittmacherfunktionen ermöglichen kann. Der Unterschied bei der Operation liegt vor allem darin, wo die Elektrode platziert wird und wie tief man dafür die Körperstelle präparieren muss.

Im Anschluss blieb ausreichend Zeit für persönliche Fragen und individuelle Anliegen. Insgesamt war es eine sehr gelungene, wertvolle Veranstaltung mit vielen praxisnahen Informationen für Defi-Trägerinnen und Defi-Träger.