Wenn die feinen Strukturen des Herzens mit moderner Medizintechnik in Berührung kommen, stellt sich eine scheinbar einfache Frage: Passen beide gut zusammen? Ein besonderes Miteinander von Körper und Technik nahm Dr. med. Gerrit Kaleschke, Oberarzt in der Klinik für Angeborene Herzfehler (EMAH) und Klappenerkrankungen des UKM, in seinem Impuls-Vortrag in den Blick – das Miteinander zwischen der Trikuspidalklappe und der Defi- oder Schrittmacher-Elektrode. Denn: Bei der Implantation transvenöser Defis oder Schrittmacher verläuft die Elektrode über die Venen in die rechte Herzkammer, vor der die Trikuspidalklappe (T-Klappe) liegt. Elektrode und T-Klappe kommen also zwangsläufig miteinander in Kontakt – dauerhaft und bei jedem Herzschlag. Dieses Miteinander funktioniert meist unauffällig, doch es gibt Fälle, die eine T-Klappen-Insuffizienz zur Folge haben. Genau hier setzte Dr. Kaleschkes Vortrag an: Wodurch entsteht eine T-Klappen-Insuffizienz, wann wird sie klinisch relevant und welche interventionellen Verfahren gibt es aktuell?